Full text: Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

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SITZUNG VOM 4. FEBRUAR 1852. 
Vorgeleseu: 
Fortsetzung der für die Denkschriften bestimmten Abhand 
lung über die Daimonologie der Araber, Perser und Türken. 
Vom Freiherrn Hammer-Purgstnll. 
Er fährt in den Ueberlieferungen von den Teufeln und Dschinnen 
fort. Dergleichen sind: 
Nehmet einen weissen Hahn, in dem Hause wo ein weisser Hahn, 
bleibt kein Teufel und kein Zauberer. 
Wenn einer von euch isst, so esse er mit seiner Rechten, und 
wenn er trinkt, so trinke er mit seiner Rechten, denn der Teufel isst 
und trinkt mit seiner Linken. 
Wenn einer von euch gähnt, so lege er die Hand aufseinen 
Mund, damit der Teufel nicht hineinfahre. 
Wenn einer von euch rülpset oder nieset, so rülpse er und niese 
er nicht laut, denn der Satan lieht das laute Rülpsen und Niesen. 
Wenn ihr den Hahn krähen hört, so bittet Gott um seine Huld, 
denn der Hahn hat einen Engel gesehen, und wenn ihr einen Esel 
)allen hört, so flüchtet euch zu Gott, denn der Esel hat einen Teufel 
gesehen. 
Satan hat besondere Augenschminken und wenn er damit die 
Augen der Menschen salbt, so schlafen dieselben beim Gebete und 
sein Schleck spitzt die Zunge zum Bösen. 
In jeder Glocke wohnt ein Teufel. 
Hütet euch den Teufel zu rufen, denn er ist ohnedies dem Her 
zen und dem Auge nahe. 
Das Weinen und das laute Geschrei sind vom Satan. 
Die Zögerung kommt von Gott und die Eile vom Teufel. 
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