Full text: Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

Zur Förderung der Länder-, Sprachen- u. Völkerkunde Nord-Afrika’s. 499 
Wir halten uns an Kais, den grössten uns’rer Ahnen, 
Er lös'te Fesseln auf und and’re Dinge schwere. 
Die Kais von Kais Gailan sie sind fürwahr die Minen 
Der Wahrheit und des Rechts, des Guten und der Lehre, 
Die Tugend ist genug als Gut dem Volke Ber’s, 
Besieget haben sie die Welt mit ihrem Heere, 
Durch Weisse schlagen sie die Kinder Ham’s, die schwarzen, 
Verirrt ist wer abweicht vom Pfad des Recht’s, der Ehre. 
Begrüsset mit dem Loh von mir die Berber alle, 
Dass keiner je des He i k’s *) vom bessten Haar entbehre. 
Die Geschichte der Berber Ihn Chaldun’s beginnt zuerst mit der 
Geschichte verschiedener Zweige, deren Namen wir übergehen, aus 
den beiden Hauptstämmen der Bernes oder Bornus B. Ber und 
der Beter oder Buter B. Ber; die erste Dynastie der Berber 
(Seite 167) ist die der B e n i W a s u 1, der Könige von Sedfchelmese 
und Miknese (Seite 167); in der Vorrede werden dieselben unter 
den Dynastien aufgeführt dont Vliistoire et quelquefois meine les 
noms nous etaient presqu’ inconnus; dies ist jedoch mit der 
zweiten, den Beni Medrar, nicht der Fall, indem dieselben in den 
chronologischen Tafeln Hadfehi Chalfa’s und aus denselben schon 
mehrmal, und noch jüngst in der Einleitung der Geschichte ara 
bischer Literatur (S. LIII) aufgeführt worden sind; 3) die Dynastie 
der Beni Ebil Aafijet, der Könige von Tesül (S. 171), 
dann die Geschichten einzelner Stämme, deren Namen wir hier 
übergehen und deren letzter und mächtigster die S si n h a dfch e, aus 
welchen 4) die Dynastie der Seiri B. Monad, welchen Moif, 
der Eroberer Ägyptens, nach seinem Zuge dahin als Statthalter 
Nord - Afrika’s zurückliess; die Geschichte derselben findet sich bei 
Deguignes (I, 369) und die Lebensbeschreibungen ihrer berühm 
testen Fürsten, wie B e I k i n, B a d i s, T e m i m auch in Ihn Challik,an; 
ganz unbekannt hingegen war bisher S) die Dynastie der Beni 
Chorasan aus dem Stamme der Ssinhadfche, welche zu Tunis 
(1,210), so wie die 6) der Benir-Rend, welche zu Kaffsa 
*) Heik ist, wie bekannt, das Unterkleid, wie Burnus der Mantel oder das 
Oberkleid, dessen Namen vermuthlich vom Stammvater Bernes oder Burnus 
sich herschreibt. Der Dichter Abdallah Ihn Ejub ct-Teimi sagte: 
Sie sind nur Vieh, dem das nur frommen muss, 
Was den Barbaren, die bekleidet mit Burnus 11 ), 
a) Geschichte der arabischen Literatur III, 624. 
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