Full text: Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

Bericht über die Leistungen der historischen Commission. 365 
Erstens zur Kirehengeschichte von grossem Interesse 
sind die durch Chmel im Archive Bd. 4, S. 1—136, abgedruckten 
„Actenstiicke zur Geschichte des österreichischen römisch-katholi 
schen Kirchenwesens unter K. Leopold II., 1790”. Sie sind mitge- 
theilt aus den Originalen des Archives des Ministeriums für Cultus 
und Unterricht. 
Zweitens ein äusserst gründlicher und wichtiger Beitrag zur 
Finanzgeschichte älterer Zeit, nämlich eine kritische Unter 
suchung „Über den Gehalt des österreichischen Pfennigs im vier 
zehnten Jahrhunderte,” von unserem correspondirenden Mitgliede 
Fr. Blumberger zu Göttweih, für den achten Band des Archives 
eben im Drucke begriffen. 
Drittens „ Materialien zur österreichischen Kunstgeschichte” 
von dem correspondirenden Mitgliede J. E. Schlager im Archive 5, 
661—780. Diese sind zum grossen Theile aus den alten Hofstaats- 
Rechnungsbüchern gezogen und beginnen schon mit dem sechzehnten 
Jahrhunderte. 
Endlich viertens ein kleiner Beitrag zur österreichischen Adels 
geschichte, nämlich „Zwei Urkunden zur Geschichte der Grafen 
von Cilly,” beide vom 2. August 1437, mitgetheilt aus dem Originale 
des Haus- und Staats-Archives von Chmel im Notizenblatte 1831, 
S. 48. 
Unsere bisherige Darstellung hat die Durchordnung des in den 
Veröffentlichungen der Commission Gelieferten nach den einzelnen 
Bestandtheilen des Kaiserreiches versucht und mit jenen Arbeiten 
den Schluss gemacht, welche sich auf die Geschichte der Gesammt- 
monarchie beziehen. In den bisher durch die Commission veröffent 
lichten Bänden findet sich aber auch manches, was zur Geschichte der 
ehemaligen Bestandtheile der Monarchie 
gehört. Wir wollen daher auch dieses näher betrachten und führen 
zuerst jene Mittheilungen auf, welche sich auf die Geschichte der 
österreichischen 
Vorlande 
beziehen. Auch hier müssen jene „Urkunden, Briefe und Actenstücke” 
vor Allem genannt werden, welche Chmel im zweiten Bande der 
zweiten Abtheilung der Fontes herausgegeben hat und welche, da
	        

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