Full text: Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

Bericht über die Leistungen der historischen Commission. 353 
Als fernere Beiträge zur Landesgeschichte müssen hier einge 
reiht werden: die schon oben in der Abtheilung Steiermark erwähn 
ten beiden Veröffentlichungen Chmel’s, nämlich die „Urkunden zur 
Geschichte Österreichs, Steiermarks, Kärntens u. s. w.” aus den 
Jahren 1246 bis 1300, dann das ebenda erwähnte „Volkslied über 
den Aufstand der windischen Bauern.” 
Auch zur Geschichte der Landesfürsten Kärntens 
kann hier auf die oben S. 352 erwähnten Arbeiten Tangl’s, Stülz’s 
und Koch - Sternfeld’s über die Grafen, Markgrafen und Herzoge 
aus dem Hause Eppenstein verwiesen werden. 
Zur Ergänzung dieses Theiles der allgemeinen Landesgeschichte 
sind aber noch zwei Arbeiten im Archive zu nennen. Die eine ist im 
3. Bande desselben S. 225 bis 265 abgedruckt und handelt „Über 
Friaul und die Herzoge von Kärnten nach dessen Trennung von Baiern 
im Jahre 995.” Ihr Verfasser ist unser wirkliches Mitglied J. Berg 
mann. Es bildet dieselbe einen Theil seiner Arbeit über die Topo 
graphie der sieben und dreizehn Gemeinden auf den venezianischen 
Alpen. 
Die zweite Abhandlung, vor kurzem eingelangt, erscheint in 
einem der nächsten Hefte des Archives, nämlich eine Untersuchung 
des Freiherrn von Ankershofen „Über den angeblichen Herzog 
Gottfried von Kärnten” im 11. Jahrhundert. Auch diese Arbeit 
ist durch Tangl’s oben erwähnte Abhandlung über die Eppensteiner 
hervorgerufen worden. 
Für die Geschichte des Städtewesens in diesemKron- 
lande von Bedeutung sind die von Chmel im Notizenblatte 185, 277 
bis 283, 294 bis 298, 310 bis 314, 325 bis 328, 337 bis 341, end 
lich 354 bis 361 gelieferten fünf und siebenzig Urkunden, theils 
vollständig, theils im Auszuge, zur Geschichte der Stadt Friesach. 
Sie umfassen den Zeitraum vom Jahre 1162 bis zum Jahre 1596. 
Unter ihnen begegnet auch eine längere Urkunde vom 3. Oetober 
1346, und zwar auf S. 326 bis 328, welche die Stadt Gmünd in 
Kärnten betrifft. 
Den Ursprung und die Geschicke geistlicher Körper 
schaften im Lande haben nachfolgende Beiträge zum Gegenstände. 
Einmal eine Abhandlung Koch-Sternfeld’s: „Genealogische und topo 
graphische Forschungen über die Stifter, die Stiftung und Ausstat 
tung von Ebern dorf, Gurnitz, Teinach und St. Lorenz 
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