Full text: Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

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v. Kar aj an. 
urkundlichen Schätzen des Stiftes Klosterneuburg entnommen. Ganz 
ähnlicher Natur sind die „Nachträge und Bemerkungen,” welche 
der Chorherr und Archivar Wilhelm Bielsky zu Herzogenburg zu 
den Regesten unseres wirklichen Mitgliedes Dr. v. Meiller im 
Notizenhlatte 1831, S. 75—79 geliefert hat. Auch sie beziehen sich 
auf ehemalige Orte Österreichs unter der Enns und belegen diese 
zum Tlieile aus archivalischen Quellen des reichen Herzogenburger 
Archives. Zu vergleichen sind übrigens Meiller’s Nachträge eben 
da S. 138-—144. Auf gleiche Weise hat auch unser verstorbenes 
correspondirendes Mitglied Johann v. Fräst die Schätze des Zwetler 
Archives in dieser Richtung benützt, und eine Abhandlung unter dem 
Titel „Urkunden und geschichtliche Notizen, die sieh in den Hand 
schriften des Stiftes Zwetl finden,” im Archive der Commission 
2,361 — 427 mitgetheilt. Als den vierten Beitrag zur Landes 
geschichte können wir eine zwar nur kurze Mittheilung Chmel’s 
aus einer Urkunde des Haus- und Staatsarchives bezeichnen, die 
aber desshalb vbn Werth ist, weil sie eine jetzt völlig verschwundene 
Burg des Landes, nämlich Scheurberg bei Scheibbs im Y. 0. W. W. 
betrifft. Sie ist aus dem dritten Jahrzehent des vierzehnten Jahr 
hunderts und nennt uns noch Glieder dieses längst ausgestorbenen 
Geschlechtes. Notizenbl. 1851, S. 30. 
Einen ferneren Beitrag zur Landesgeschichte aus dem Archive 
seines Stiftes lieferte Maximilian Fischer im Notizenblatte 1851, 
S. 181 —192. Er betraf mehr allgemeinere Verhältnisse des Ver 
kehres, namentlich Handel und Wandel, unter dem Titel: „Bemer 
kungen über den Werth des Geldes, der Häuser, Weingärten, des 
Weines und der Feldfrüchte, über Besoldungen, Lohn und Satzungen 
in den letzten Jahrhunderten des Mittelalters aus Klosterneuburger 
Archivs-Schriften.” 
Der Erforschung alterthümlicher Kunstdenkmale im Lande Öster 
reich unter der Enns ist endlich die Arbeit zweier Freunde gewidmet, 
welche das Ergebniss ihrer gemeinschaftlichen Reise in einer längeren 
Abhandlung in unserem Archive 5, 139—178, dann 523—606 nie- 
■ derlegten. Sie führt den Titel: „Archäologische Notizen, gesammelt 
auf einem Ausfluge nach Herzogenburg, Göttweih, Melk und Seiten 
stätten im September 1849 von Dr. J. Heider und J. V. Haeufler.” 
2. Richten wir unseren Blick von der allgemeinen Geschichte 
des Landes unter der Enns auf die besondere einzelner Städte in
	        

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