Full text: Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

Über 17 unedirte Münzen der rubenisclien Dynastie. 
299 
gleiche ihrer Kupfermünzen mehr Regelmässigkeit und schönere Ar 
beit und die Buchstaben deutlichere Formen haben. Sestini in sei 
nem Werke veröffentlicht die Münze Nr. VIII, Tab. II, als eine 
Kupfermünze Costantin’s, wir haben aber oben gezeigt, dass jene 
Münze eigentlich eine Kupfermünze Sembats ist. Ebenfalls Herr 
Langlois in seinem Werke schreibt Costantin eine Kupfermünze 
zu, welche Herr Lag oy ihm aus der Stadt Aix schickte und mit einem 
Briefe bekannt gab, dass sie eine Kupfermünze Costantin’s sei. Herr 
Langlois hat diese Meinung anerkannt, aber wir haben einen 
grossen Zweifel darüber, weil es unmöglich ist, die in seiner Be 
schreibung gegebene Umschrift im Abhilde der Münze zu lesen, die 
Umschrift der Revers-Seite aber ganz willkürlich ist. Die Le 
gende, welche Herr Langlois gibt, ist, Avers: 
(Cos gauor 11a ) und Revers: 
1' U1‘I) (Schin i Sis), während die Buch 
staben auf der Abbildung keineswegs auf dieselbe Weise entziffert 
werden können. Wir könnten freilich dieses nicht so fest behaupten, 
wenn wir nicht in Wien drei Exemplare derselben Münzen hät 
ten, deren eines die Umschrift viel deutlicher hat, als jenes des 
Herrn Langlois, und dennoch lässt es sich nicht auf dieselbe 
Weise erklären. Ebenfalls auf dem Reverse sind deutliche Buch 
staben sichtbar, aber in solcher Form und in solcher Reihe, dass sie 
ebenfalls nicht so gelesen werden können, wie Herr Langlois 
angibt. 
Die Kupfermasse dieser drei Münzen ist verschieden von der 
andern, nämlich ganz roth. Wir wissen nicht, ob auch die von Herrn 
Langlois von derselben Farbe ist, wir müssen daher alle diese vier 
Münzen in unentziffertem Zustande lassen, bis deutlichere Umschriften 
derselben Münzen oder wenigstens manche entscheidende Buch 
staben gefunden und auf unzweifelhafte Weise entziffert werden 
können, wodurch unser begründeter Zweifel ganz aufgelöst und die 
selben Münzen aus ihrem unbekannten Zustande treten, und in gehö 
rige Classification eingereiht werden können. 
Leo VI. (1365 — 1393). 
Nr. 17. Av. f ] |n, fcH ... U|)f* 4U0I1 (Le..on, 
th. . .auor Hajo) Der König mit der Krone zu Pferde, nach 
rechts reitend, im Felde j*.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.