Full text: Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 88. Band, (Jahrgang 1877)

Fünf Streitfragen. 
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Adjectiv vermöge des Infinitivbegriffs Theil an dem Begriffe 
des Verbums, welches beides Neutralbegriffe sind, die an sich 
den Geschlechtsunterschied nicht zulassen, — also auch nicht 
die Nomina, welche sich durch ihre Bedeutung an sie an- 
schliessen. 
C- 
2. J.*i! ist ähnlich (^Ldx) dem Worte welches 
die Bedeutungen des Masculinum, Femininum, Dual und Plural 
in sich vereinigt. 
3. Die Dual- und Pluralbildung ist ausgeschlossen durch 
C- 
die bereits im Singular der J.*iI-Form liegende Doppelbeziehung. 
Der Dual und Plural kann nämlich bloss von denjenigen 
Nominibus gebildet werden, welchen ein Einzelbegriff zu 
Grunde liegt. Da nun aber die Form J.*il den Begriff des 
Infinitivs in sich schliesst, wodurch sie wiederum an dem 
Doppelbegriffe des Verbums (nämlich der Thatsache und der 
Zeit) theilnimmt, lässt sie ebensowenig wie das Verbum an 
sich die Bildung des Duals und Plurals zu. 
Die Ansicht derjenigen Küfenser, welche die Annexion 
des an das Adjectiv annehmen, ist ebensowenig stich 
haltig wie die allgemeine Annahme derselben. Denn dux - ch 
das xaJI oLcLo wird das oLo.x> determinirt, wodurch das 
Diptoton zum Triptoton wird. Diese Regel bewährt sich nun 
in unserem Falle nicht, sondern das Adjectiv erscheint durch 
weg im Genitiv als Diptoton mit Fatha versehen. Ebenso 
falsch ist auch die andere Behauptung derselben, dass die 
Anwendung der Nunation im Annexionsverhältniss aus dem 
Grunde nicht zulässig sei, weil sowohl die Nunation als auch 
das Annexionsverhältniss charakteristische Zeichen der Nomina 
seien Der Grund liegt vielmehr 
darin, dass: a) das Annexionsverhältniss die Determination, die 
Nunation die Indetermination bezeichnet, b) die Annexion das 
Zeichen der Verbindung (Zusammengehörigkeit), die Nunation 
das der Trennung ist. Beide Categorien sind Gegensätze, die 
einander aussehliessen. 
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