Full text: Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 88. Band, (Jahrgang 1877)

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Fünf Streitfragen. 
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die dann aufwuchsen ungeschwächt' (Kämil), wo Ai'l %s. gegen 
die Regel vollständig abgewandelt ist. 
Die soeben erwähnte, für die Poesie geltende Regel be 
stätigt auch die hierher zu rechnende Erscheinung, dass die 
überhaupt nicht nunations- und flexionsfähigen Wortformen die 
Nunation auch im Verszwange nicht annehmen können. 
Was die Annahme der Küfenser: ,dass die enge Verbin 
dung des Exponenten mit dem Adjectiv die vollständige 
Abwandlung aufhebe', anbelangt, so spricht dawider der Um 
stand, dass i^-jo keinen nach rückwärts wirkenden determiui- 
renden Einfluss ausüben kann, weil das Comparationsverhältniss 
seiner Natur nach die Indetermination verlangt. 1 
Die wahre Ursache liegt vielmehr in der Verbalform 
(JjüÜ! und der Adjectiveigenschaft (äjuUfljJt). Für diesen 
Grund ist in Betracht zu ziehen die durchgängige Indeter 
mination und vollständige Abwandlung der Adjectiva mit Com- 
y o ^ w ^ 
parativbedeutung^ä. und^-w, deren ursprüngliche Form gleich 
den übrigen adjectivis comparativis ^vi.! und lautete. 
Die häufige Anwendung derselben hat jedoch die Verkürzung 
ihrer Form bewirkt, wodurch eine der beiden Ursachen 
oUaJI) weggefallen ist, so dass nun beide vollständiger Abwand 
lung fähig sind. 
Der oben S. 335 von den Küfensern geltend gemachte 
Umstand, dass diese Adjectivform im Femininum, Dual und 
Plural unverändert bleibt, beruht auf reinem Missverständniss 
der wahren Thatsache. Denn die Unveränderlichkeit desselben 
ist nicht bedingt durch die enge Verbindung mit ^jo, sondern 
sie ergibt sich aus folgenden Ursachen: 
' Fleischer, Beitr. 1870, S. 281. Die verschiedenen Ansichten Ihn Ja'is 
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p. 489: ^Xsue J.*i! uä-yöf au! |*Ac!j 
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SiUuugsbor. d. plul.-liiat. CI. LXXXV111. lid. 11. Uft. 22
	        
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