Full text: Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 115. Band, (Jahrgang 1888)

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zu zeigen, dass es, mit Ausnahme der Onomatopoeien, durch 
wegs fremdes Sprachgut ist, insbesondere durch polnischen 
Einfluss zugeführt und durch die magyarische Nachbarschaft 
erhalten. 
Mit dieser starken Vertretung des g hängt es zusammen, 
dass wir in der Probe aus dem Murän-Thal, Dobs. 7, 32: gu nim, 
gu pldnke, gu jebl'Sku lesen; ebenso gu stene Novohr.-Velkoh. 
Direct auf polnische Einwanderung führt das in Pogorela, 
im nördlichen Gemer, allgemein erhaltene g: bogu, zaingrava- 
jönci, gvari, gotovit, go, tego, peknego, do göry, vil'komoznego, 
kocurikouskego, pribieg partic., zgorela, vyganal, rnüego; daneben 
hvari, uhadnij neuhadol, lmed, zapralinul, hybaj, Jirmenskym’, 
prevrhnime, prevrhli, huk, pribehol, was als Resultat des slowa 
kischen Einflusses auf das Polnische der Ansiedler stark hervor 
tritt. Auch die Proben Sembera’s aus Cadca und Skalite im 
nördlichen Gemer bieten g: ghevale, vinogrode, grozna, bogatje 
etc.; ferner v gnivu, druge etc. 
93. li für ch. Neben nechat liest man häufig nehaf, nahaf. 
Sv. Jan v Liptove bei Dobs., Nitra, Dobs., Slädkovic 39. zana- 
hala Mhont, Dobs., Sbornik. pohodiu (== pochodil) Zvol., Dobs. 
nahodzil, Spis, Pisne slov. 540. hocijak Sv. Jan v Liptove, 
Dobs. liockde Rimavsky. hoc Sar., Dobi., Sbornik. hiba Rimavsky. 
hyba Liptov. bei Skul. und Dobs. hyba Boz. Nemcovä (süd 
licher Hont), Sebr. sp. IV, 314. halena Loos: cf. chalja. suhu 
topolu Sar., Pisne slov. 162. Malinovski, Opp. 32 sagt: ,Da 
gegen in den Gebirgsgegenden des Tatra herrscht eine ent 
gegengesetzte Extremität: dort wird, auch von den Gebildeten, 
nur das tönende h ausgesprochen: hod&ic, hvaba, hpc, ofeha‘. 
Diese Neigung scheint auch auf das benachbarte Slovakische 
sich vielfach zu erstrecken, obwohl uns genauere Daten fehlen. 
94. In allen Proben Dobs. aus dem Gemer tritt die Er 
setzung des c durch $ auf. Es ist das eine Erscheinung, welche 
parallel ist mit der Ersetzung des dz durch z, des dz durch z. 
Wir lesen: Sua (= &o), sekal, lavisku, vkrosü, skosi, krysi u. s. w. 
allgemein Gern, bei Skul. und Dobi. Ebenso allgemein gilt 
das s in allen übrigen Proben aus Driencany, dem Murän-Thal, 
Sirk. Daher väsi, najväsi aus vacsi, *väcsi Driencany. Damit 
stimmen auch die kleinen Proben Jul. Botto’s überein. In der 
kleinen Probe aus Kamenany und Öivetice lesen wir neben
	        

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