Full text: Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 24. Band, (Jahrgang 1857)

Pfleg-e der Numismatik in Österreich im XVIII. Jahrhundert. 
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Darauf folgen in demselben Foliobande ohne Paginirung ein 
paar Supplemente bis 1. März 1773, unter dem Titel: Supplement 
au Catalogue des Medailles antiques contenues dans le 1., 2. 
et 3. Medailler (sic) du Cabinet Imperial selon , l’dnumeration, qui 
en a ete faite depuis le I. Juillet 1766 jusqu’ä la tin du mois de 
Fevrier de l'annee 1773 sous les ordres de S. A. Monseigneur le 
Prince d’Auersperg Grand Chambellan de Leurs Majestes Impe 
riales etc. etc. etc. 
Als Beispiel wie Karl Schreiber, wohl nach der französischen 
Aufzeichnung von Verot, der gewöhnlich in seiner Sprache Medailler 
statt Medaillier schrieb, unsere deutschen Namen eingetragen habe, 
diene S. 458: „Abbes de Goetwin. Barthelemi Schenleb. 1. piece, 
1 Lot“ „Godefroy le Mabillon de l’Allemagne. 1 (piece) 2(4 L. 
Goetwin d. i. Göttweig. Abt Bartholomä Schenleb oder Schön 
leben aus der Augsburger Diöcese, f 1541; Abt Gottfried Bessel 
aus dem Städtchen Buchen im grossherzoglich badischen Unterrhein- 
kreise (-[- 1749) ist der Mabillon nacheifernde gelehrte Verfasser 
des Chronicon Gottvicense und versah das nach dem Brande vom 
18. Juni 1718 von ihm in grossartigem Stile wieder aufgehaute Stift 
mit einer reichen Bibliothek und einer auserlesenen Münzsammlung. 
Auch schreibt er daselbst „Nicolas Flu c (von der Fluh) revere dans 
le Canton d’Unterwald f 1488, und so andere Namen. 
S. 463 folgt eine Becapitulation generale sämmtlicher antiken 
und modernen Münzen und Medaillen in allen drei Metallen nicht nur 
bis zur Zählung vom 1. Juli 1766, sondern auch die Angabe des 
Zuwachses nach derselben bis zum 28. Februar 1773, und zwar in 
diesen letzten Jahren erhielt die antike Abtheilung von Ihren Maje 
stäten der Kaiserinn Maria Theresia und dem Kaiser Joseph II. 
18 Stücke in Gold, 30 in Silber, dann eine Suite restituirter (nicht 
mehr vorhandener) Medaillen von Silber von Julius Cäsar bis auf 
Kaiser Karl VI. 219 Stücke, ferner Medaillen in Mittelbronce 46, 
zusammen 313 Stücke. 
Zu diesem summarischen Inventare vom Jahre 1766 kam im 
Jahre 1773 ein Nachtrag. Da in einem Zeiträume von achtzehn 
Jahren auch das moderne Cabinet manche Abänderung erlitten und 
bedeutenden Zuwachs erhalten hatte, ward ein ganz neues Inven- 
tarium abgefasst und im Juli 1784 beendet, und zwar nach den 
Metallen in folgendem Systeme:
	        

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