Full text: Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 144. Band, (Jahrgang 1902)

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VII. Abhandlung: Musil. 
Juni 
eine halbrunde Apsis bildete, konnte mir jedoch wegen der 
hier überall angelegten Beduinengräber keine Gewissheit ver 
schaffen. 
Am anderen Morgen verliess ich 7 lr> h mit Bahit das Lager 
in der R 255°; nach 18 Minuten gelangten wir auf das rechte 
Ufer des wädi al-mutabba, dem wir thalwärts folgten. 8 28,1 er 
blickten wir eine fast 2 m starke Mauer, welche sich quer 
durch das Thal zog, um das Regenwasser in einen künstlich 
hergestellten Graben zu leiten. Dieser Graben gab nun den 
Wegweiser für unseren weiteren Ritt ab (R 280°), bis wir 8 5611 
auf eine breite, fruchtbare und in früheren Zeiten bebaute 
Ebene gelangten. Sie durchquerend, erreichten wir 9 2011 den 
743 m hohen Hügel ad-dhejbe al d' dem sich zahl 
reiche Kalkbrüche befinden. Von hier aus liegt kasr äl-msatta 
in der R 205° — uns näher, in der R 220°, hirbet äl-msatta — 
110° gegen N der Hügelzug äl-lusejen — in der R 10°, hirbet 
äl-'alja (U»ll) — 310°, hirbet är-razim, auch är-razib 
— 290° Ijirbet äl-libben, (^ILlJl), 2 die beiden letzt 
genannten westlich von darb äl-hagg. 
Von 9 3011 folgten wir dem linken Ufer des wädi al-mu 
tabba in SSW-Richtung und gelangten nach 42 Minuten zu 
neuen Kalkbrüchen, die an der rechten Seite des Thaies liegen 
und hirbet äl-msatta heissen. Südsüdöstlich von kasr äl-msatta, 
in einer Entfernung von etwa 3 / 4 Stunden befindet sich hirbet 
Vfdän 
Ebenso wie kasr ;i(,-tuba ist auch äl-msatta nicht direct von 
N nach S gerichtet, sondern hat die Richtung 196°. Die An 
lage von al-msatta ist der von kasr afitüba zwar nicht gleich, 
immerhin aber doch ähnlich, äl-msatta hat nur ein, von 
zwei fünfseitigen Halbthiirmen flankirtes Eingangsthor an der 
1 Von diesem hirbet är-razim oder tir-razib (b für m) erzählten mir die 
Sljnr, dass in einer seiner Grotten (äl-celif i_ä^XU) 90 heilige Männer 
40 Jahre lang geschlafen hätten. Das erinnerte mich an die bei ara 
bischen Antoren so oft vorkommende Erzählung von den heiligen Sieben 
schläfern, welche auf Sfira 18 s fusst, und ich identiflciere 
mit ^9^)1 des Abu-l-lidä’ (1. c. 22 f.) und der Geschichtschreiber der 
Kreuzzüge. (Ibn al-atir, min kitäb at-tawärih, ed. in Recueil des Hist, 
des Cr. Ilistor. Orientaux I, Paris 1872, S. 593 ff.) Abft Sfuna 1. c. 5C. 
2 Erinnert an Deut. I 1 , LXX Aoßov.
	        
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