Full text: Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 144. Band, (Jahrgang 1902)

Fünf Mo'allaqät. III. 
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in Anschlag kommen; der der Gamhara verdient höchstens da 
einige Berücksichtigung, wo er sonstige Ueberlieferung bestätigt. 
Von den Texten stimmen der 0's in Socin’s Handschrift und 
A’s in der Verordnung durchaus überein, 1 während sie im 
Wortlaut vielfach variieren. T folgt N genau in der Ver 
ordnung, wie er ihn auch sonst stark benutzt. Merkwürdiger 
weise haben nun auch in der Escorial-Handschrift Tha'lab’s 
Text und Commentar nach den mir in liebenswürdiger Weise 
von K. Dyroff gemachten Mittheilungen die Verse dieselbe 
Reihenfolge wie bei N und T; das ist schwerlich ursprünglich. 
Z’s Verordnung hat mehr Aehnlichkeit mit der 0’s als mit 
der N’s, weicht aber doch auch von jener zuweilen ab. Es 
ist nicht unmöglich, dass Z in dieser Hinsicht und vielleicht 
sogar im Wortlaut ungefähr die Gestalt des Gedichtes über 
liefert, welche es in der ursprünglichen Sammlung der Mo'allaqät 
hatte. Selbst die den Andern fehlenden Verse 61f. können 
sehr wohl zu dieser Gestalt gehört haben; werden sie doch in 
Buhturi’s Hamäsa unter Zuhair’s Namen ohne Variante ange 
führt. Ja, möglicherweise hatte die ursprüngliche Sammlung 
bereits die beiden ganz unzulässigen letzten Verse Z’s, die schon 
durch den Reim ausgeschlossen werden. Der bekanntlich in 
der Behandlung der Texte sehr willkürliche Hammäd, dem wir 
doch wohl die Sammlung zuschreiben müssen, mag sie absicht 
lich als Beispiele von angehängt haben. Auf alle Fälle 
ist zu beachten, dass Gauliarl’s Citate bis auf das ganz irre 
levante für v. 2 und das offenbare Versehen 31, 
wo er aus v. 32 hat, genau zu Z stimmen, und dass er 
auch den von 0 und A ausgelassenen, aber gewiss echten, 
Vers 9 bezeugt. 2 — Soweit wir urtlieilen können, ist die An 
ordnung der Verse bei 0, A die bei Weitem beste. Dyroff 
hat in seiner Schrift ,Zur Geschichte der Ueberlieferung des 
Zuhairdiwans' (München 1892) sehr wahrscheinlich gemacht, 
dass Zuhair’s Gedichte bei A'lam im Ganzen nach dem Texte 
Asma'i’s erhalten sind. Das scheint sich auch für die Mo'allaqa 
1 Die eine Abweichung, dass, ganz gegen den Sinn, in Socin’s Handschrift 
v. 41 vor 40 steht, ist ein offenbares Versehen und schwerlich auf 0 
selbst zurückzuführen. 
2 In der Cairiner Ausgabe fehlen v. 14 und 18 von Z’s Text durch blosse 
Nachlässigkeit des Herausgebers.
	        
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