Full text: Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 13. Band, (Jahrgang 1854)

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Freih. v. Schlechte-Wssehrd. 
wärtigenAnhanges Ataallah Ihn’ Jaliia Ne wi s a d e (gewöhnlich 
Athaji) bis zum Jahre 1044 d. II. 1 ), in welchem dieser starb, 
fortgeführt wurden. Dieser Anhang enthält somit die Lebensbeschrei 
hung von 788 Ulemas und 183 Scheichen und Predigern und zwar 
unter neun Regierungen, indem er mit der Schilderung der in den 
letzten Jahren der Herrschaft Sultan Suleiman’s verstorbenen Ge 
setzgelehrten beginnend, 6 Jahre vor dem Tode Sultan Mur ad IV. 
schliesst. Er ist in zwei Bände und, nach den Regierungs-Epochen der 
einzelnen Sultane, in 7 Classen (Thabakat) eingetheilt, wobei die 
unter Suleiman dem Grossen mit Tod abgegangenen Ulemas noch 
zur 10. Classe der von Taschköprifade beschriebenengerechnet 
werden und jene während der zweiten Regierung Sultan Mustafa I. 
abgeschiedenen keine eigene Classe bilden. 
Die zierliche, durch eingestreute Verse noch verschönerte Prosa 
ist des mit historischer Genauigkeit durchgeführten Inhaltes würdig, 
und Hadschi Clialfa, der gelehrte Zeitgenosse des Verfassers, mag 
wohl Recht haben, wenn er von diesem Werke rühmend berichtet, 
die osmanisehe Literatur habe bis zu seiner Zeit kein zweites von 
gleichem Wertlie aufzuweisen. 
Lithograpliirt 
erschienen hier im Jahre 1268 d. H. folgende Werke: 
Salname 2 )> d. h. Jahrbuch; der osmanisehe Staats-Schematis 
mus und Kalender für das Jahr 1268, ein 98 Seiten starkes, laut bei 
gedruckten Siegels, vom Vicepräsidenten der türkischen Akademie der 
Wissenschaften Chairullah Efendi redigirtes und in der hiesigen 
Staatsdruckerei lithographirtes Duodezbändchen, das sechste seiner 
Art. Nach einer kurzen Einleitung, worin eine fernere Ermässigung 
des ohnedies für einen Staats-Almanach unbedeutenden Preises von 
S Piastern in Aussicht gestellt wird, folgen 7 Seiten historischer 
Daten welche mit der Auswanderung des Propheten beginnen und 
A ) In (1er Vorrede ist das Jahr 1042 d. H. als Vollendungs-Epoche des Buches angegeben, 
doch findet sich in der letzten im Werke enthaltenen Biographie des Scheich M e h in e d 
Dada, dieses Mannes Todesjahr mit 1043 angesetzt, daher Hadschi Chalfa’s Angabe, 
dass Ataallah nur durch den Tod an Fortsetzung seines Buches gehindert ward, 
jedenfalls richtiger ist. (Flügel, Bd. IV, S. 65—68.) 
2) a-UL
	        

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