Full text: Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 102. Band, (Jahrgang 1883)

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Tupetz. 
34. Pfalz-Veldenz. In der Grafschaft Veldenz wurde die 
Gegenreformation durch den Kurfürsten von Trier in 
gewaltsamster Weise durchgeführt. 
35. Grafschaft Pfalz-Zweibrücken. Das Kloster Hornbach, 
in welchem noch 1556 ein Abt gewesen sein soll, war 
am 22. Januar 1631 bereits restituirt. Die Unterthanen 
des Klosters wurden zur Bekehrung gezwungen; Zwei 
brücken klagt insbesondere: 
1. über die Entlassung desKeller’s inBodramstein, 
2. über die erzwungene Huldigung der Unter 
thanen zu Weidenthal, 
3. über die Verjagung des evangelischen Pfarrers 
in Wilgartswiesen, wo Hornbach die Collatur hatte. 
36. Damenstift Quedlinburg. Aebtissin desselben war 1629 
die Herzogin Dorothea Sophia von Sachsen; Lamormain 
schlug vor, statt derselben das Töchterlein des Grafen 
Wolfgang von Mansfeld zur Aebtissin zu machen, voraus 
gesetzt, dass sie das ihm versprochene Gernrode nicht 
bekam. Bis zum 28. Juli 1629 war indess Quedlin 
burg noch nicht restituirt. 
37. Bisthum Ratzeburg. Dasselbe war 1554 protestantisch 
geworden und hatte 1629 August den Ackeren, Herzog 
von Braunschweig-Lüneburg, als postulirten Bischof. 
Letzterer wurde abgesetzt und ihm ein Jahresgehalt 
zugewiesen; Waldstein soll gerathen haben, das Bisthum 
dem bekannten brandenburgiscken Minister Schwarzen 
berg zu verleihen. Bis zum 27. Juli 1629 schwebten 
jedoch noch die Verrhandlungen zwischen August dem 
Aelteren und dem Kaiser. . 
38. Herzogthum Sachsen-Weimar. Durch die Restitution von 
Hersfeld wurde auch Johann Ernst von Sachsen-Weimar 
mit betroffen; es war nämlich bedroht: 
1. das Amt Crainburg, durch Verträge vom Jahre 
1588 und 1589 in sächsischem Pfandbesitz, 
2. das Dorf Breitenbach, welches Johann Ernst 
gemeinsam mit Hersfeld besass; in Letzterem wurde 
wirklich der katholische Gottesdienst eingeführt.
	        
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