Full text: Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

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R euss. 
Übrigens bedarf es keiner umständlichen Erinnerung, dass die 
stets den gesammtenRaum des Mediums erfüllenden Elementarwellen, 
worauf sich der Ausspruch des Herrn Professors Petzval bezieht, 
nicht die Wellen sind, die unser Organ als Schall oder Licht afficiren, 
sondern bloss Hülfsmittel, um zu den wirklich wirksamen Wellen zu 
gelangen, welche letztere durch Zusammensetzung ersterer erhalten 
werden. Diese Zusammensetzung ist es, in Folge deren es möglich 
wird, dass bei einem einzelnen Impulse auf das Medium in jedem Augen 
blicke nur in gewissen Partien des Mediums Bewegung herrscht, 
während sich in allen anderen die dahin entfallenden Elementarwellen 
zerstören, so dass dort Ruhe obwaltet. 
Der näheren Besprechung einiger Stellen in dem Vortrage des 
Herrn Professors Petzval, die mir sonst noch zu Einwendungen 
Veranlassung geben würden, sehe ich mich durch den Vortrag des 
Herrn Professors Doppler, den die Classe so eben gehört hat, und 
womit ich vollkommen einverstanden bin, überhoben. 
Über Clytia Leaclii Rs’s., einen lanyscliwänzigen 
Dekapoden der Kreideformation. 
Von dem w. M., Dr. A. Em. Reuss zu Prag. 
(Auszug: aus einer grösseren für die Denkschriften bestimmten Abhandlung.) 
Es sind diese Krebsreste von um so grösserem Interesse, als 
Krebsreste überhaupt in den böhmischen Kreideschichten nur sparsam 
angetroflen werden und nebst Callianaftsa antiqua gerade nur Clytia 
Leaclii es ist, welche in etwas grösserer Verbreitung vorkommt, und 
zwar nur in den obern kalkigen Schichten •— dem Pläner. — Zu 
erst von Man teil aus der weissen Kreide von Sussex beschrieben, 
wurde sie später von Geinitz in Sachsen, vom Verfasser im nörd 
lichen Böhmen (im Pläner), sehr vereinzelt auch in den obern Kreide 
schichten von Westphalen aufgefunden. In der jüngsten Zeit endlich 
lieferte der Pläner des weissen Berges bei Prag zahlreichere, zum 
Theile vollständiger erhaltene Exemplare, deren Untersuchungs 
ergebnisse eben der überreichten Abhandlung zu Grunde liegen. Mit 
Ausnahme weniger einzelnen Theile ist dadurch der Bau des ganzen
	        

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