Full text: Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

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Kreil. Bericht über die 
Galizien acht: Krakau,Lemberg,(Stanislau),(Sandec), 
(Saybusch), Rzeszow, Brody, Kliemitz. 
Bukowina eine: Czernowitz. 
Lombardie u. Venedig seclis: Mailand, Venedig, Belluno, Udine, Ve 
rona, Sondrio. 
In dieser Übersicht sind 97 Stationen enthalten , und sie wur 
den so verthteilt, dass Gebirgsländer, und jene Tbeile, in welchen der 
Sinn für solche Forschungen schon mehr erwacht ist, wo sich .also 
erwarten lässt, dass die gewünschte Anzahl von Theilnehmern auch 
leichter aufgebracht werden kann , reichlicher damit versehen wur 
den. Manche Stationen sind ihrer in meteorologischer Beziehung 
wichtigen Lage wegen gewählt, und es ist sehr zu wünschen, dass 
dort auf irgend eine Weise Beobachter aufgefunden werden mögen, 
wie z. B. in einigen Höhenpunkten und den wichtigsten Wasserschei 
den, nämlich: 
Santa Maria an der von Landek nach Como führenden Strasse, deren 
höchster Punkt 8400 Fuss Seehöhe hat, und welche an den 
Gletschern der Ortlerspitze vorüber geht; sie führt über die 
Wasserscheide zwischen der Donau und dem Po. 
St. Christoph auf dem Arlberge an der nach Vorarlberg führenden 
Strasse, deren höchster Punkt mit 3580 Fuss Seehöhe bestimmt 
wurde, an der Wasserscheide zwischen der Donau und dem 
Rhein. 
Der Hieronymus-Stollen bei Böckstein mit einer Seehöhe von 
5860 Fuss. 
Mali Hallan auf dem Vellebich ; Seehöhe 3100 Fuss, nur eine Post 
station von der See entfernt, daher die wahrscheinliche Grenz 
scheide zwischen Land- und Seeklima. 
Kliemitz an der Strasse über die Karpathen von Stry nach Munkacz, 
deren höchster Punkt 2550 Fuss Seehöhe hat; Wasserscheide 
zwischen der Donau und dem Dniester. 
Das Seeklima wird sowohl durch die Beobachtungs-Stationen 
Venedig, Pola, Zara, Spalato, Cattaro, und besonders durch eine auf 
der Insel Lissa zu errichtende Station dargestellt. 
Es fällt wohl von selbst in die Augen, dass die vollständige 
Durchführung dieses Beobaehtungsnetzes nicht das Werk Eines Jah 
res sein kann, und wenn es gleich höchst dankbar anerkannt werden 
muss, dass das hohe Handelsministerium gestattete, die meteorolo-
	        

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