Full text: Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

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Jakob Heckei. 
Flossenstrahlen und Schuppenreilien von der vorliegenden Chondros 
toma Rysela ab. Bei Chond. Genei und Phoxinus Taf. XI, Fig. 8, 
und Taf. XIV, Fig. 3, kommt die Rundung der Mundspalte mit jener 
an Chond. Rysela beinahe gänzlich überein; allein erstere Art, 
Chond. Genei, unterscheidet sich sowohl durch einen ebenfalls 
höheren Körperbau als durch die geringere Anzahl ihrer Schlund 
zähne auf das Bestimmteste, letztere, Chond. Phoxinus, ist bei einem 
schlankeren Körper durch die Kleinheit ihrer Gestalt und vorzüg 
lich der Schuppen von allen bisher bekannten Chondrostomen am 
allermeisten verschieden. 
Chondrostoma Rysela ist also schon allein durch ihren viel 
niederen, gestreckteren Körper von den südlichen Arten: Chond. 
Soetta, Knerii und Genei, welchen sie der Mundspalte nach näher 
steht als unserer gemeinen Chond. nasus, auf den ersten Blick leicht 
zu unterscheiden. Von letzterer, Chond. nasus, zeichnet sie sich 
ausser der halbkreisförmigen Mundspalte, noch durch grössere 
Schuppen, einen schwärzlichen Längsstreif über der Seitenlinie 
und selbst durch eine etwas schlankere Gestalt aus. 
Chondrostoma Rysela Agass. 
Taf. XII. 
Die grösste Körperhöhe der Chondrostoma Rysela Taf. XI, 
Fig. 1, und ihre Kopflänge sind einander gleich, eine jede ist S a / 3 
Mal in der ganzen Länge des Fisches enthalten. Wenn man sich 
eine Achsenlinie durch die Mitte des Kopfes unter dem Hinterhaupte 
und des Schwanzes von seinem Ende gezogen denkt, so ist das obere 
und untere Profil des Vorderrumpfes, von der Nasenspitze angefan 
gen bis zum Anfänge der Rückenflosse oder der senkrecht darunter 
stehenden Bauchflossen, überall gleich weit davon entfernt. Die Nase 
ist, von oben gesehen, nicht so breit und stumpf als an dem gemeinen 
Näsling, Chond. nasus. Die Mundspalte ist halbkreisförmig und 
an den Seiten wie gewöhnlich gegen die Mundwinkel hin etwas ein 
gezogen, Fig. 3. Der zugeschärfte knorplige Ueberzug des Unter 
kieferrandes wird, wie an obiger Art, im Weingeiste gelb und löset 
sich leicht ab. Die häutige Nasenklappe reicht nicht bis zu dem 
Mundrande herab. Eine Reihe von sechs Poren befindet sich unten 
an jedem Unterkieferaste, die Länge dieser letzteren erreicht die 
Stirnbreite zwischen den Augen nicht, übertrifft aher etwas den
	        

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