Full text: Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

Ueber die Magen und Blinddärme der Salmoniden. 
207 
Das Weibchen, obwohl bedeutend grösser als das Männchen, 
zeigte dennoch einen kleineren Magen, der aber allerdings noch be 
trächtlich grösser als jener des fast mit ihm gleichlangen Petersbur 
ger Exemplares ist, wie Fig. 2 zeigt, indem die Länge des Darm- 
theiles zwischen beiden Curvaturen noch etwas über 3" betrug. Die 
Blinddärme erweisen sich aber in den wesentlichsten Punkten auch hier 
übereinstimmend; die 10 Kranzbildner stehen zu 2 Bündeln (rechts 
und links) vereinigt, sind länger als die übrigen, der längste unter 
ihnen (rechts) 1" T", der letzte am Ende der Concavität der 2. 
Krümmung noch 9"' und mit den vor ihm stehenden fast gleichlang. 
Die Zahl der Blinddärme ist aber im Ganzen geringer, indem vom 
Kranz bis rückwärts zum letzten nur 13 Blinddärme in äusserer Reihe 
stehen. — Schlund- und Pförtnertheil des Magens waren leer, die 
Blinddärme aber strotzend voll (was gleichfalls auf ihr Einsaug 
geschäft hindeuten würde). 
4. Salar ferox Jard., aus Petersburg. 
Taf. III, Fig. 3. 
Durch die Blinddärme gleichfalls als Salar charakterisirt. Die 
Kranzbildner sind zwar vergleichsweise kürzer (der längste rechts 
reicht nur bis unter den inneren Winkel der 1. Curvatur), doch ist ihre 
Anordnung dieselbe Avie bei den vorigen Arten (rechts 5, links 4, 
der 10. median liegende bis in den Winkel der 1. Krümmung zuriick- 
reiehend); dessgleichen sind auch alle folgenden Blinddärme zwar 
kürzer als die Kranzbildner, aber ziemlich gleichlang und selbst der 
letzte und kürzeste noch 6"' lang; sie enden bereits in der Concavität 
der 2. Krümmung. 
Im Ganzen ist auch hier ihre Zahl massig, da in äusserer Reihe rechts 
nur 16 stehen; sie sind sämmtlich stark durch Zellgewebe und Fett 
theils an einander, theils an den Schlund und Dünndarm geheftet. — 
Bedeutend ist hier abermals die Länge des Magentheiles innerhalb 
der beiden Curvaturen (2" 10"') und eben so die Weite des Schlund 
magens. — Auffallend war mir nebst der grossen und sehr langen Milz 
noch das Vorhandensein einer von ihr überdeckten weisslichen run 
den Drüse mit einem Auslührungsgang in den Pylorusmagen (eine 
ähnliche findet sich beim Huchen). Totallänge des untersuchten 
Exemplares 1SV 2 Zoll.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.