Full text: Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

Ueber die Mägen und Blinddärme der Salmoniden. 
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am Beginne des gerade verlaufenden Dünndarmes mit einem unpaarigen 
Därmchen. Im Ganzen sind circa 50, durch Zellgewebe fest an ein 
ander gewachsene Appendices vorhanden. — Ein kleineres Exemplar 
zeigte dieselben Zahlenverhältnisse der Blinddärme, nur waren die 
Kranzbildner der rechten Seite scheinbar kurz, da sie durch Zellge 
webe verfilzt und ihre Enden knäuelförmig eingebogen waran. — Bei 
Forellen unserer Gewässer fand ich nie so dicke, aber verhältniss- 
mässig längere Blinddärme; stets sind aber die Kranzbild 
ner absolut die längsten. 
Weit mehr übereinstimmend als die Betersburger Exemplare 
zeigten sich solche vom Olymp mit unseren Forellen. Der längste 
der Kranzbildner reichte gleichfalls bis nahe unter das Ende der 
1. Curvatur zurück, die Länge der übrigen Blinddärme nahm bis zum 
letzten ziemlich gleichmässig ab und alle .besassen eine geringere 
Dicke. 
2. Salar velifer Heck.,, aus Hammerfest. 
Totallänge des Exemplars 8" 9 ", Länge des Darmtheiles zwi 
schen beiden Curvaturen 1-5". Ist den Blinddärmen nach eine echte 
Forelle; rechts stehen in äusserer Reihe Yom Kranze bis zu Ende 16, 
ihre Totalzahl beträgt in runder Summe 40, von denen der unpaarige 
letzte und kürzeste gleich zu Anfang des gerad verlaufenden Dünn 
darmes steht. Der längste der Kranzbildner reicht bis nahe unter das 
Ende der ersten Krümmung zurück; seine Länge beträgt S'", die des 
letzten unpaarigen nur 2"'. 
3. Salar spectabilis Cuv., Yak, aus der Newa. 
Taf. III, Flg. 2. 
Totallänge des Fisches 17". Zeichnet sich durch Weite des 
Cardienmagens aus, ist übrigens durch seine Blinddärme als echter 
Salar charakterisirt, indem auch hier die Kranzbildner an Länge die 
übrigen bedeutend übertreffen und der längste von ihnen rechts bis 
unter das Ende der 1. Curvatur zurückreicht. Den Pyloruskranz bil 
den 10 Blinddärme, rechts 5, links 4, beide durch Zellgewebe zu 
Bündeln vereinigt; der 10. liegt gesondert in der Mittellinie an der 
Concavität des Pförtnermagens und reicht bis in den Winkel der ersten 
Darmbeuge; die Kranzbildner links sind gleichlang und reichen, über 
den genannten Winkel zurück. In äusserer Reihe stehen yom Kranze
	        

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