Full text: Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

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Rudolf K n er. 
Das k. k. Museum besitzt derzeit von Salmoniden 8 Arten der 
Gattung Salar, 10 Speeies der Gattung Sa 1 ino, 3 der Gattung 
Fario, 9 der Gattung Coregonus, 1 Thymallus, und 1 Art 
der Gattung Plecoglossus. Bei dieser Zählung sind sämmtliche 
Salmlinge als eine Speeies, Scilmosalvelinuagenommen, im Uebri- 
gcn die Artbestimmungen H e ckel’s bcibebalten. Alle diese Arten 
wurden in so vielen Exemplaren, als mir Herrn HeckeL’s Güte 
zur Verfügung stellen konnte, untersucht und ausserdem noch eine 
Art der Gattung Osmerus 1 ). 
Da sich meine früheren Mitthcilungen nur auf Salmoniden bezo 
gen, die aus Gewässern des Erzherzogthums Oesterreich stammten, 
so habe ich liier auch auf solche Bedacht genommen, die als gleich 
artig mit ihnen im k. k. Museo bestimmt sind, aber von anderen Ge 
genden acquirirt wurden. Es, schien dies im Voraus um so weniger 
eine unnöthige Arbeit, als es genugsam bekannt ist, wie gleiche 
Namen führende Thiere aus verschiedener Gegend oft sehr difieriren 
und als überhaupt hiedurch allein eine vollständigere Kenntniss der 
Reiben innerhalb einer Speeies möglich wird, und die für die Systema 
tik so wichtigen Grenzen der Speeies allmählich fester zu stellen sind. 
I. GATTUNG. SALAR. 
1. Salar Ausonii Cuv., aus Petersburg. 
Taf. jil, Fig. 1. 
Totalläuge des der Figur zu Grunde liegenden Exemplares 14"; 
Länge des Darmtheiles zwischen beiden Curvaturen 2". Rechts stehen 
in äusserer Reihe vom Pförtnerkranze bis rückwärts 16 Blinddärme, 
alle von beträchtlicher Dicke und verhältnissmässig kurz (5—6"Tang). 
Den Kranz bilden 8 Blinddärme, 4 jederseits; sie sind durchwegs 
länger als die übrigen; der längste von ihnen rechter Seits (IQ"', 
lang) reicht fast bis unter die 1. Curvatur zurück. Sie überdecken 
den grössten Theil des breiten Pförtnermagens. Hinter dem Kranze 
stehen die .Blinddärme noch in Querreihen zu b—4, werden erst am 
Ende der zweiten Curvatur 3 —2 ständig und enden zuletzt rechts 
*) Wesshalb ich nicht auch die Arten der Gattungen Jlaltofats und A/'gfnfilUi, 
die derzeit gewöhnlich noch den Salmoniden beigezählt werden, in den 
Bereich vorliegender Untersuchungen gezogen habe, darüber werde ich 
mich später (s. bei Osmerus arcticus) aussprechen.
	        

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