Full text: Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

Kn er. Ueber die Magen und Blinddärme der Salmoniden, 201 
Heber die Mayen und Blinddärme der Salmoniden. 
Von Dr. Rudolf Euer. 
(Taf. III und IV.) 
(Als Fortsetzung der Mittheilung im Jännerhefte des Jahrganges 185t der Sitzungsberichte 
der Icais. Akademie der Wissenschaften.) 
Nachdem ich durch die zuvorkommende Güte meines hochge 
ehrten Freundes, des Herrn Akademikers J. Heckei in den Stand 
gesetzt wurde, auch die im k. k. Hof-Naturalien-Cabinete aufbewahr 
ten Salmoniden bezüglich ihrer Blinddärme zu untersuchen, erlaube 
ich mir hiemit die Ergebnisse dieser zweiten und grösseren Reihe 
von Untersuchungen vorzulegen, da sich nunmehr aus der Verglei 
chung zahlreicher Individuen und Arten einer ganzen Familie bereits 
mit grösserer Sicherheit entnehmen lässt, welcher Werth für die 
bestimmende Ichthyologie dieser naturhistorischen Eigenschaft zuzu- 
erkennen sei. 
Vor allem muss ich jedoch älterer Arbeiten gedenken, die sich 
zum Tlieile auf dieselben Objecte beziehen , und von einem der gründ 
lichsten und verlässlichsten Forscher, von Heinrich Rathke, stammen. 
Mir ist mindestens kein Werk bekannt, in welchem die Verdauungs 
organe der Fische ausführlichere Beachtung fanden als dessen: Bei 
träge zur Geschichte der Thierwelt, 2. Abtli., 3. Heft, der 
naturforschenden Gesellschaft zu Danzigl824, und dessel 
ben: Zur Anatomie der Fische in J. Müller’s, Archiv 1837, 
S. 333 et seq. Ich glaube aber gerade diesen werthrollen Arbeiten 
gegenüber einige Bemerkungen vorausschicken zu müssen, da meine 
Untersuchungen zwar theilweise denselben Gegenstand betreffen, aber 
von einem arideren Gesichtspunkte ausgehen. In Rathke’s Absicht lag 
es, Beiträge zur Anatomie der Fische zu liefern und dies that er 
auch in anerkannter Meisterschaft. Ich hatte dagegen weder den ana 
tomischen Bau als solchen im Auge, noch wollte ich mich in physio 
logische Fragen einlassen, mein Zweck war, die Formenverhältnisse 
des Darmcanales der Salmoniden behufs ihrer Brauchbarkeit für die 
bestimmende Ichthyologie zu prüfen. Wenn sieh im Folgenden 
hie und da Bemerkungen eingestreut finden, die in obige Gebiete 
streifen, so geschah dies nur aus dem Grunde, weil sie eben durch 
irgend eine directe Beobachtung sich mir aufdrängten, in der ich die
	        

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