Full text: Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

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Steinbeil. 
und B a 11 i n g’s Versuchen fort, welche ich in meiner früheren Ab 
handlung Pag. 18 anführte. Die Begründung hiervon, sowie die alles 
* hier Angeführten, kann aber in diesem Auszuge nicht gegeben wer 
den, sondern ist in der später erscheinenden ausführlichen Ab 
handlung nachzulesen. 
Rcctification des Gehaltmessers der optischen Bierprobe. 
Von dem c. M. Sectionsrath Steinheil. 
Das Instrument besteht im Wesentlichen aus 2 von Parallelglä 
sern gebildeten Flüssigkeitsprismen, deren brechende Winkel gleich 
sind, aber eine entgegengesetzte Lage haben. Wird in beide Pris 
men dieselbe Flüssigkeit, z. B. Wasser gegossen, so bilden die beiden 
Prismen zusammen einen Körper, welcher sich optisch wie ein dickes 
Parallelglas verhält. Es erscheint nämlich ein Object, das in der 
Normale der einen Brechungsfläche liegt, von der Normale der andern 
äusseren Brechungsfläche aus betrachtet in derselben Richtung, als 
wenn zwischen Object und Auge sich kein Parallelglas befinde. 
Um die Richtung des Objectes zu Pixiren, ist auf dem Mikrometer 
schuber des Instrumentes, parallel zur Kante der Prismen, ein feiner 
Metallfaden befestigt; um die Richtung des Auges constant zu erhal 
ten, ist auf der dem Mikrometerschuber entgegengesetzten Seite der 
Prismen ein Mikroskop angebracht. DieAxe des Mikrpskopcs fällt mit 
der Normale der äusseren Brechungsflächen der Prismen zusammen 
und ihre Verlängerung trifft auf den feinen Metallfaden. 
Wenn der Metallfaden im Mikroskop deutlich gesehen werden 
soll, so muss, in beiden Prismen dieselbe Flüssigkeit vorausgesetzt, 
das Ohjectiv des Mikroskopes diejenige Lage erhalten, bei welcher 
das Bild des Metallfadens in derselben Ebene mit dem Fadenkreuze 
des Oculars liegt. 
Man schraubt daher zuerst die Oeularlinse so weit heraus, dass 
das Fadenkreuz des Oculars vollkommen scharf begrenzt erscheint, 
wenn man mit der Probe gegen den hellen Himmel oder gegen eine 
Lichtflamme sieht. Nun werden die Schrauben, an welchen das Ob- 
jectiv des Mikroskopes, in des letztem Axc, verschoben werden kann, 
etwas gelöst und das Ohjectiv entweder gegen das Auge her, oder 
von demselben hinweg geschoben, bis auch das Bild des Metallfadens
	        

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