Full text: Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 8. Band, (Jahrgang 1852)

ei» Zersetzungsproduct, das auf zwölf Aequivalente Kohlenstoff 
sechs Aequivalente Wasserstoff enthält. Der Sauerstoff beträgt 
fünf oder sechs Aequivalente in diesen Producten. 
Diese Säuren bilden eine fortlaufende Reihe; ich setze sie, ihrem 
Sauerstoffgehalte nach, von der sauerstoffarmsten bis zur sauerstoff- 
reichsten unter einander. Einige davon besitzen hei verschiedenen 
Eigenschaften dieselbe Zusammensetzung. 
Ipecaeuauhasäure = C l4 H s 0 6 in der Wurzel von Cepbaelis Jpe- 
cacuanha. 
Kalfeegerhsäure . = U 14 H s 0, in den Samen von Coffca arabica 
und der Wurzel von Chiococca rac. 
Chiuovagerbsäure = C' 14 H s 0 7 in der Rinde von Portlandia 
grandiflora. 
Aspertannsäure. . —flw H s O s in d. Kraute d. Asperula odorcita. 
Rubitannsäure .. = C 14 // 8 0, t in d. Kraute ierRubiä tinctorum. 
Chinagerbsäure . = C, 4 // 8 0 9 in der Rinde von Cinckonu scro- 
biculetta. 
Galitannsäure . . = C' 14 // 8 O i0 (?) in d. Kraute d. Galium verum. 
Die Kalfeegerhsäure zerfällt durch höhere Temperatur inPrenz- 
catechin, C lS H e 0 4 , Kohle und Wasser. Durch den Sauerstolf der 
Luft bei Gegenwart von Kali entsteht C 12 J/ G 0 5 . 
Die Chinovagerhsäure zerfällt durch Einwirkung von Säuren in 
Zucker und Chinovaroth — C' 13 // G 0 5 . 
Die Aspertannsäure liefert durch Behandlung mit Säuren einen 
Körper von der Zusammensetzung C i2 O e . 
Die Chinagerbsäure liefert durch Zersetzung an der Luft China- 
roth, C la H, 0 7 = C I2 H 0 0 9 + 11 0. 
Die Gerbsäuren des Galium verum und aparine, und der Blätter 
der Rubia tinctorum sind in so kleiner Menge in diesen Pflanzcn- 
theilen enthalten, dass es selbst bei Bearbeitung von grossen Mengen 
unmöglich war, sich hinreichendes Materiale zur Untersuchung von 
Zersetzungsproducten zu verschaffen. Die Ipecacuanhasäure ist 
ebenfalls bis jetzt nicht in dieser Richtung untersucht. 
Aus dem hier Angeführten stellt sich heraus, dass alle unter 
suchten Pflanzen aus der Familie der Rubiaceac eine Gerbsäure von 
der allgemeinen Formel C 14 H B 0„ enthalten. Diese Formel lässt
	        

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