Full text: Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

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v. Ettingshausen. Über S o 1 e i i’s Sacharometer. 
während die meisten der bekannten Species nur im Meere, oder 
doch im Brackwasser angetroffen werden. 
Herr Frey er entdeckte dieses Crustaceum in den unterirdi 
schen Gewässern von Dürrenkrain, namentlich in der Kompoljska 
jama und in Portiskävcz, nächst Strug, wo es unter Steinen und 
Gerolle ziemlich häufig vorkömmt, und die Hauptnahrung des dort 
von dem eben erwähnten unermüdeten Naturforscher aufgefundenen 
lfypochthon Freyeri ausmacht, einer zweiten, von unserem verehrten 
correspondirenden Mitgliede Herrn Leopold Fitzinger für neu 
erklärten Art dieser merkwürdigen Amphibien-Gattung. 
Indem ich der verehrten Classe das eben gemeldete Crustaceum 
vorzuzeigen die Ehre habe, trage ich darauf an, dass davon eine 
Beschreibung und Abbildung in die Verhandlungen der kaiserlichen 
Akademie aufgenommen werden möge, die anzufertigen ich mich 
bereit erkläre. 
Prof. v. Ettingshausen zeigte der Classe auf Ansuchen des 
Optikers Sol eil zu Paris das von demselben erdachte Sacharometer 
vor, und erklärte unter Überreichung dreier darauf sich beziehender 
Druckschriften, die ihm von Hrn. Solei! zukamen, die Einrichtung 
dieses Instrumentes, welche im Wesentlichen darin bestellt, dass der 
Betrag der mit dem Zuckergehalte einer Lösung im Zusammenhänge 
stehenden Drehung der Polarisationsebene durch Ausmittelung der 
Quarzdicke bestimmt wird, die diese Drehung genau aufhebt. Als 
Absehen dient die Herstellung gleicher Färbung zweier vor der 
Lösung neben einander befindlichen entgegengesetzt drehenden 
Quarzplatten von gleicher Dicke, die der von B i o t in Anwendung 
gebrachten Übergangsfarbe entspricht. Der hieran in Folge eigen- 
thümlicher Färbung der Flüssigkeit entstehenden Störung wird 
durch Vorsetzung eines um seine Längenaxe drehbaren Ni ko l’schen 
Prisma’s und einer Quarzplatte vor das polarisirende Objectiv be 
gegnet, wodurch sich jede beliebige Mischungsfarbe erzielen lässt.
	        
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