Volltext: Nuntiatur des Germanico Malaspina, Sendung des Antonio Possevino

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ins Diözesanarchiv Graz, wo es heute verwahrt wird. 5  Es handelt sich 
dabei um verläßliche, von Kopisten angefertigte Abschriften; auch nur 
Ansätze für einen Kommentar oder eine weitere Verarbeitung des Ma¬ 
terials konnten nicht gefunden werden und sind aller Wahrscheinlichkeit 
auch nie vorhanden gewesen. 
Etica ein halbes Jahrhundert ruhte dann die Arbeit an der Nuntiatur 
Graz, bis sie nun unter neuen Gesichtspunkten wiederaufgenommen wurde. 
Der erste Schritt war die erstmalige systematische Erfassung des gesamten 
7 die Grazer Nuntiatur von 1580 bis 1622 betreffenden Materials , 6  Die 
Historische Landeskommission für Steiermark hat daraufhin dieses 
Forschungsunternehmen in ihr Programm auf genommen. 7  Als wissen¬ 
schaftlicher Sekretär des Österreichischen Kulturinstitutes in Rom hatte 
der Unterzeichnete Gelegenheit, an diesem Band zu arbeiten; später durfte 
er während seiner Arbeit wiederholt die Gastfreundschaft des Instituts 
genießen. 
Der weitaus größte Teil der in diesem Band publizierten Stücke 
war bisher unbekannt. Bereits Johann Loserlh, der beste Kenner dieses 
Abschnittes der innerösterreichischen Geschichte, erwartete sich von ihnen 
eine Bereicherung unseres Wissens. 8  
Der vorliegende Band beginnt mit der M alaspina mitgegebenen 
Instruktion vom 5. September 1580 und endet mit dem Bericht des Nuntius 
vom 21. Mai 1582 aus Admont, das er auf dem Weg zum Augsburger 
Reichstag passierte, von wo er erst nach einigen Monaten nach Graz 
zurückkehrte. Der folgende Band wird die Berichte Malaspinas vom 
Juni 1582 bis November 1584 sowie diejenigen seines Nachfolgers 
Giovanni Andrea Caligari bis zum Ende von dessen Nuntiatur Anfang 
1587 umfassen. Für die ersteren Bände ist im wesentlichen die Volllext- 
edition vorgesehen; etwa ab 1600 werden wegen des großen Anschwellens 
der Nuntiaturkorrespondenz raumsparendere Methoden angewandt iverden 
müssen. 
Ausarbeitung und Druck dieses Bandes wurden finanziell von der 
Historischen Landeskommission für Steiermark gefördert, wofür dieser 
und ihrem Sekretär, Univ.-Prof. Dr. Olhmar Pickl, ein herzlicher Dank 
ausgesprochen werden soll. Die Drucklegung haben ebenso die Österreichische 
5  Graz Diözesanarchiv XXI/1 — D — 9, 10, 11; XXI/1 — E — 2, 3, 4, 5, 
6, 7, 8, 9, 10 und 11; XXI/1—F—l, 2, 3, 4 und 5. 
6  J. Rainer, Quellen zur Geschichte der Grazer Nuntiatur, S. 72 ff. 
7  17. Bericht der Historischen Landeskommission für Steiermark (1961), 
S. 10 und 13 ff. 
8  J. Loserth, Die Reformation und Gegenreformation, S. 292, Anm. 1.
	        

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